Beatrice Pediconi: The pine appears to listen, the fir to wait Sa, 02.05.2026
Die Galerie Lesmeister präsentiert derzeit drei verschiedene Ausstellungen gleichzeitig: In der städtischen Galerie "Leerer Beutel; Notiz kürzlich an dieser Stelle), in der eigenen Galerie im Stadtzentrum von Regensburg (Beatrice Pediconi in einer Einzelausstellung) und die Ausstellung FLORA in der Alten Mühle in Eichhofen (Landkreis Regensburg), eine Gemeinschaftsausstellung von fünf Künstlerinnen, darunter auch mit Werken von Beatrice Pediconi (gemeinsam mit "mühlen.kunst" veranstaltet).

Der international orientierten Galerie von Frau Dr. Isabelle Lesmeister ist es gelungen, die Künstlerin nach Regensburg einzuladen, zu ihrem ersten Besuch in Deutschland und zu ihrer ersten Einzelausstellung. Beatrice Pediconi ist 1972 in Rom geboren, sie arbeitete und lebte zwanzig Jahre lang in den USA; seit März diesen Jahres ist sie wieder in Rom.

Ihre Werke haben meist einen farbig pigmentierten Untergrund, sind aber ausgestattet mit feinen Emulsionen von Polaroids, Wasser stellt dabei ein zentrales Medium dar. Der Charakter ihrer Werke ist daher fluid und fragil, präsentiert florale Erscheinungen in luftigen Übergängen. Ihre zarten Zeichnungen pflanzlicher Natur erregen andauernde Aufmerksamkeit. Als wirklich bemerkenswertes Gestaltungsprinzip sehe ich die hier gegebene Verbindung von Text und Werk an. Als Beispiel enne ich hier die Arbeit "Where flowers bloom so does hope (after Lady Bird Johnson)" als Diptychon (je 36x28x4 cm; Acryl und Polaroidemulsion auf Leinwand). Bei dieser Arbeit hätte ich den rechten Teil auch als Vogel ansehen mögen...

Die zwanzig präsentierten Werke - geschaffen zwischen (1) 2024, meist 2025, drei 2026 - können natürlich auch als Mahnung an den derzeitigen Stand der Natur verstanden sein.

Mein Favorit ist "The poetry of the earth is never dead (after John Keats; Acryl und Polaroidemulsion auf Leinwand; 30,5 x 30,5 x 4). Auch hier habe ich zunächst rechts oben ein Tierchen vermutet.

Verknüpft mit einem Werk werden jeweils Zitate von Allen Ginsberg, Claude Monet, Hermann Hesse, Theresia von Lisieux Friedrich Nietzsche, Vincenz ban Gogh und diversen anderen.