Kunstforum Ostdeutsche Galerie (KOG) Di, 03.02.2026
Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie (KOG) verdient konstant besondere Aufmerksamkeit als eines der großen Museen in Deutschland, das nicht auf amerikanische und englische oder allgemein zeitgenössische Kunst orientiert ist.

Natürlich gibt es hier auch Kunst der Gegenwart zu sehen, aber mit der geographischen Orientierung auf Ostmittel- bzw. Osteuropa. Die Jahrespressekonferenz am 26.1. d.J. - von der ich nur eine Auswahl der gebotenen Informationen hier nenne - war daher wieder von besonderer Bedeutung. Und damit ist schon herausragend die zeitgenössische Kunst im Blick: Das Werk eines Künstlerpaares! Dieses Künstlerduo Gert und Uwe Tobias (geb. 1973 in Brasov/Kronstadt), die Träger des Lovis-Corinth-Preises dieses Jahres 2026, präsentiert vom 9.5. - 27.9. d. J. eigene Kunstwerke, die als leichtfüßig und zugleich hintergründig beschrieben werden. Dabei wird das Foyer des Museums zu einem Gesamtkunstwerk umgestaltet. Die Brüder haben die Technik des Holzschnitts weiterentwickelt und können somit große Flächen mit Farbe bedrucken. Es winken sozusagen Phantasiewelten, die auf Folklore ihrer Heimat Siebenbürgen teilweise zurückgehen. Man darf neugierig sein und Vorfreude haben....(Übrigens: Univ. Prof. Mag. Eva Maria Stadler, Professorin für Kunst und Wissenstransfer an der Universität für angewandte Kunst in Wien gehört zur fünfköpfigen Fachjury für den Lovis-Corinth-Preis .)

Die Bauarbeiten am Grafiktrakt werden wohl Ende des Jahres beendet sein. Diese Abteilung wird zusammen mit der neu gestalteten Dauerausstellung wohl Mitte des kommenden Jahres 2027 wieder eröffnet werden können. Geplant ist auch ein begleitender Katalog. Es kann ein bemerkenswerter Bau erwartet werden, der auch finanziell deutlich zu Buche schlägt: Aus den ursprünglich berechneten Kosten von 6,1 Mill. Euro wird ein Gesamtbudget von 8.450.000 Euro. Genannt seien hier mal die Kostenträger: 50% Bundesrepublik Deutschland (Bundesmin. des Inneren, 30% Freistaat Bayern (Staatsmin. für Familie, Arbeit und Soziales), 20% Stadt Regensburg.

Abgeschlossen wurde - wie vorgesehen - nach mehr als sieben Jahren das Projekt Provenienzforschung, das durch mehrere Drittmittel möglich wurde Die spezialisierte Kunsthistorikerin Natascha Mazur M.A.untersuchte in dieser Zeit Bestände des Museums mit Provenienzlücken (1933-1945): 146 Kunstwerke wurden untersucht, zwei davon als bedenklich eingestuft und in der Lost-Art-Datenbank registriert. Von den Leihgaben der Bundesrepublik Deutschland im Bestand des KOG wurden 217 Kunstwerke erforscht und den Kategorien "Grün" bzw. "Gelb" (Provenienz lückenhaft trotz intensiver Recherche).

Belangreich für die Arbeit des KOG ist der Beitrag zahlreicher institutioneller und privater Förderer: Erwähnt seien hier neben Bund, Land und Stadt vor allem REWAG (Regensburger Energie- und Wasserversorgung), Sparkasse Regensburg und das Donau-Einkaufszentrum; nicht zuletzt auch die "Freunde und Förderer".