Anna Viebrock inszeniert die Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeit
Die neue Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeit stand im Zeichen des Aufbruchs: Auf dem Weg in eine demokratische Gesellschaftsordnung spielten leistbares Wohnen und individuelle Einrichtungen eine zentrale Rolle.
Im Rückblick scheint dieses ambitionierte und kulturgeschichtlich wegweisende Vorhaben aber nahe am Abgrund gebaut: Bereits nach wenigen Jahren wurde es durch den Austrofaschismus unterbunden, bevor es durch die Vertreibung und Ermordung der vielen beteiligten jüdischen Architekt*innen, Gestalter*innen und Auftraggeber*innen in der Schoah unwiederbringlich verloren ging.