Fotografie und Waffenhandel
Waffen sind mehr als Instrumente der Gewalt. Sie entscheiden darüber, wer Macht ausüben, sich
schützen und Widerstand leisten kann. Blutregen. Fotografie und Waffenhandel beleuchtet eine
weitgehend verborgene Geschichte des Kolonialismus: die Geschichte des globalen Handels mit
Waffen sowie die Rolle der Fotografie und der Museumssammlungen in der Geschichtserzählung.
Ausgangspunkt ist ein irritierender Widerspruch: Während historische Fotografien um 1900
Waffenhändler und Menschen aus dem Globalen Süden mit modernen Feuerwaffen zeigen,
präsentiert die Museumssammlung vorwiegend Objekte wie Bögen und Pfeile, bestenfalls
zeremonielle Waffen aus dem 19. Jahrhundert. Warum zeigen Fotografien eine andere Wirklichkeit
als die anderen Objekte aus den Sammlungen?